Jürgen Klingler - Neutrale Kapitalberatung

Aus Privatverkäufen: mit Verlusten Steuern sparen

Achtung diese Möglichkeit Steuern zu sparen ist nur bis Jahresende möglich!

Leider ist seit dem 01.01.2011 diese Möglichkeit der Steuerersparnis nicht mehr möglich!

Doch schauen Sie hier: über 100 weitere Tipps und Tricks Steuern einzusparen.

Brautkleid nach der Hochzeit billig abzugeben: Mit Verlusten lassen sich Steuern sparen. Bis Jahresende sind Miese aus Privatgeschäften noch problemlos absetzbar.

Die frisch verheiratete Sabine M. aus Regensburg macht es schlau. Die 26-Jährige will ihr sündhaft teures Brautkleid, das ihr für die kirchliche Trauung im Mai auf den Leib geschneidert wurde, nicht ewig im Schrank hängen lassen. Sie wird es weiterverkaufen samt Schleier und Schuhen. So machen es viele Bräute.

Aber nicht jede ist so clever und lässt sich beim Weiterverkauf eine Quittung geben. Genau die braucht man aber fürs Finanzamt, um den herben Verkaufsverlust belegen zu können. Man kann nämlich von einem exotischen Steuerschlupfloch für Privatleute profitieren, das es erst seit etwa eineinhalb Jahren gibt und das zum Jahresende schon wieder gestopft wird. Weil sich der Steuerspartipp offenbar herumgesprochen hat, zieht der Fiskus die Reißleine.

Denn mit dem legalen Kniff kann der eine oder andere Bürger tatsächlich seine Steuerlast drücken. Die Konstruktion nach Paragraf 23 des Einkommenssteuergesetzes, Absatz 1, Satz 1, Nummer 2 geht so: Wer Alltagsgüter wie ein Brautkleid, ein Auto oder einen Kinderwagen weniger als ein Jahr besitzt und dann mit Verlust wieder verkauft, kann sein Minusgeschäft absetzen. Es darf mit Gewinnen aus anderen Privatverkäufen verrechnet werden. Dazu gehören auch Gewinne aus der Spekulation mit Aktien und Fonds, die vor 2009 angeschafft und binnen Jahresfrist mit Plus verkauft wurden. Gibt es momentan keine Gewinne, kann man die Verluste in die Zukunft oder in noch offene Steuerbescheide aus der Vergangenheit schieben.

Für die Steuer zum Flohmarkt

Auch das unter Einkaufspreis abgestoßene Motorrad, Segelboot, Cabrio, die Esszimmergarnitur, der Smoking oder der Diamantring für die geplatzte Verlobung, der im Jahr nach dem Kauf mit Verlust den Besitzer wechselt, können so zum Fall für die Steuererklärung werden. Selbst der Verkauf eines Topfsets auf dem Flohmarkt wird vom Finanzamt als Verlustgeschäft anerkannt und darf verrechnet werden – wenn es dafür Rechnung plus Quittung gibt.

Ihr Jürgen Klingler

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